Die besten DIY-Ideen für entspannende Bäder

Die besten DIY-Ideen für entspannende Bäder

Entdecke die Kunst des Entspannens: DIY-Ideen für luxuriöse Bäder. Kreiere deine persönliche Wellness-Oase mit ätherischen Ölen, Salzen & Co. für tiefste Erholung.

Die besten DIY-Ideen für entspannende Bäder

Es gibt Momente im Leben, in denen ein entspannendes Bad nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Vielleicht hast du einen langen Arbeitstag hinter dir, oder vielleicht möchtest du einfach mal abschalten und die Seele baumeln lassen. Ich kann mich noch gut an einen Abend erinnern, als ich nach einem stressigen Tag in der Redaktion nach Hause kam und mich in die Badewanne sinken ließ. Die warmen Wasserstrahlen umhüllten mich wie eine sanfte Umarmung, und ich wusste, dass ich etwas Besonderes brauchte, um diesen Moment zu vervollkommnen.

In unserer schnelllebigen Welt, in der Studien wie die der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2021 zeigen, dass über 60% der Deutschen regelmäßig unter Stress leiden, ist die bewusste Auszeit wichtiger denn je. Ein Bad kann dabei weit mehr sein als nur Körperhygiene; es ist ein Ritual der Selbstfürsorge, ein Anker der Ruhe. Hier sind einige DIY-Ideen, die dein Bad in eine wahre Wellness-Oase verwandeln können – mit Expertentipps, praktischen Anleitungen und einer Prise persönlicher Erfahrung.

Inhaltsverzeichnis

Die Magie des Bades: Mehr als nur Reinigung

Ein warmes Bad ist ein multisensorisches Erlebnis, das weit über die bloße Körperhygiene hinausgeht. Es ist eine Gelegenheit, den Alltag hinter sich zu lassen, die Sinne zu verwöhnen und Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Wärme des Wassers entspannt die Muskulatur, fördert die Durchblutung und kann sogar Schmerzen lindern. Doch die wahre Magie entfaltet sich erst mit den richtigen Zusätzen.

Die bewusste Gestaltung dieses Rituals, weg von der schnellen Dusche, hin zum achtsamen Eintauchen, ist ein Akt der Selbstliebe. Es ist eine Investition in dein Wohlbefinden, die sich in einer verbesserten Stimmung, tieferem Schlaf und einer widerstandsfähigeren Haut widerspiegeln kann. Laut einer Studie der Universität Freiburg aus 2018 kann regelmäßiges Baden sogar depressive Verstimmungen reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

1. Aromatische Badeöle selbst herstellen: Sinnliche Pflege für die Haut

Die richtige Atmosphäre macht den Unterschied. Aromatische Badeöle können nicht nur die Sinne anregen, sondern auch entspannende oder belebende Eigenschaften haben. Die Herstellung ist einfacher, als du vielleicht denkst, und du hast die volle Kontrolle über die Qualität der Inhaltsstoffe. Aus meiner Erfahrung sind selbstgemachte Badeöle nicht nur effektiver, sondern auch frei von unnötigen Konservierungsstoffen und synthetischen Duftstoffen.

Die Basis: Trägeröle und ihre Vorteile

Das Herzstück jedes Badeöls ist das Trägeröl. Es dient dazu, die hochkonzentrierten ätherischen Öle zu verdünnen und ihre pflegenden Eigenschaften auf die Haut zu übertragen. Achte auf kaltgepresste, biologische Qualität, um die maximale Wirkung zu erzielen.

  • Jojobaöl: Eigentlich ein flüssiges Wachs, ist es dem Hauttalg sehr ähnlich, zieht gut ein und ist für alle Hauttypen geeignet, auch für empfindliche oder unreine Haut.
  • Mandelöl: Ein Klassiker für trockene und empfindliche Haut. Es ist reich an Vitamin E, nährt und macht die Haut geschmeidig.
  • Aprikosenkernöl: Leicht und nährend, ideal für reife oder müde Haut. Es zieht schnell ein und hinterlässt keinen fettigen Film.
  • Kokosöl (fraktioniert): Die fraktionierte Variante bleibt flüssig und ist daher gut für Badeöle geeignet. Es wirkt feuchtigkeitsspendend und leicht antimikrobiell.

Die Seele: Ätherische Öle und ihre Wirkung

Ätherische Öle sind die Quintessenz der Pflanzen und tragen ihre einzigartigen therapeutischen Eigenschaften in sich. Ihre Wirkung entfaltet sich nicht nur über den Geruchssinn (Aromatherapie), sondern auch über die Haut, wo sie in den Blutkreislauf gelangen können. Es ist wichtig, immer 100% reine ätherische Öle zu verwenden.

  • Lavendel (Lavandula angustifolia): Der Allrounder für Entspannung, Schlaf und Beruhigung. Reduziert Stress und wirkt angstlösend.
  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus): Belebend und klärend, ideal bei Erkältungen oder zur Förderung der Konzentration.
  • Zitrone (Citrus limon): Erfrischend, stimmungsaufhellend und reinigend.
  • Bergamotte (Citrus bergamia): Stimmungsaufhellend und angstlösend, aber photosensibilisierend – Vorsicht bei Sonnenexposition nach dem Bad!
  • Kamille römisch (Chamaemelum nobile): Beruhigend, entzündungshemmend, ideal für sensible Haut oder Kinder (in sehr geringer Dosierung).
  • Ylang Ylang (Cananga odorata): Sinnlich, entspannend, aphrodisierend, hilft bei Stress und Nervosität.

Rezept für ein entspannendes Badeöl (Basismischung)

Ich erinnere mich, wie ich einmal einen Abend mit einem selbstgemachten Lavendel-Badeöl verbrachte, dessen Duft mich sofort in einen Zustand tiefster Ruhe versetzte. Die Haut war danach so geschmeidig, dass ich fast keine weitere Lotion brauchte. Hier ein einfaches Rezept:

  • 100 ml hochwertiges Trägeröl (z.B. Jojobaöl oder Mandelöl)
  • 15-20 Tropfen reines ätherisches Öl deiner Wahl (z.B. Lavendel für Entspannung, eine Mischung aus Eukalyptus und Pfefferminze für Atemwegsfreiheit)
  • 1 TL Emulgator (z.B. Solubol, natürlicher Emulgator auf Rizinusölbasis oder etwas flüssige Sahne/Honig, wenn es sofort verwendet wird) – Experten-Tipp: Ohne Emulgator schwimmen die ätherischen Öle pur auf dem Wasser und können Hautreizungen verursachen. Der Emulgator sorgt für eine feine Verteilung im Badewasser.

Anleitung:

  1. Mische das Trägeröl mit den ätherischen Ölen und dem Emulgator in einer dunklen Glasflasche.
  2. Schüttle die Mischung gut, um alle Komponenten zu verbinden.
  3. Füge vor dem Bad 1-2 Esslöffel der Mischung direkt ins einlaufende Badewasser. Die Wärme des Wassers hilft, die Aromen freizusetzen.

Typischer Fehler: Zu viele ätherische Öle verwenden. Weniger ist oft mehr. Eine Überdosierung kann Hautreizungen hervorrufen oder den Geruch als zu intensiv empfunden werden. Halte dich an die empfohlene Tropfenanzahl.

2. Sprudelnde Badebomben & pflegende Badepralinen: Dein persönliches Schaumwunder

Badebomben sind nicht nur ein optisches Highlight, sondern können mit den richtigen Inhaltsstoffen auch pflegend wirken. Das Sprudeln entsteht durch eine chemische Reaktion zwischen Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Zitronensäure, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Badepralinen verzichten oft auf den Sprudeleffekt und konzentrieren sich mehr auf pflegende Öle und Butter.

Rezept für entspannende Lavendel-Badebomben

Dies ist eine meiner Lieblings-DIY-Ideen, besonders als Geschenk. Es erfordert etwas Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis ist äußerst befriedigend.

  • 250 g Natron (Natriumhydrogencarbonat)
  • 125 g Zitronensäure (pulverförmig)
  • 60 g Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke) – hilft, die Reaktion zu verlangsamen und die Bombe stabiler zu machen
  • 60 g Kokosöl (geschmolzen, nicht heiß!) oder Sheabutter
  • 10-15 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten (optional)
  • Lebensmittelfarbe (optional, für die Optik)
  • Formen (z.B. Badebombenformen, Silikonformen oder einfach eine Muffinform)
  • Sprühflasche mit etwas Wasser oder Hamameliswasser (gegen vorzeitiges Sprudeln)

Anleitung:

  1. Mische in einer großen Schüssel Natron, Zitronensäure und Speisestärke gründlich miteinander. Achte darauf, dass keine Klümpchen entstehen.
  2. Gib das geschmolzene Kokosöl (oder Sheabutter) und das ätherische Öl hinzu. Wenn du Farbe verwenden möchtest, jetzt hinzufügen.
  3. Vermische alles sehr gut mit den Händen. Die Masse sollte die Konsistenz von feuchtem Sand haben. Sie darf nicht zu nass sein, sonst beginnt sie schon zu sprudeln.
  4. Sprühe bei Bedarf ganz vorsichtig und sparsam etwas Wasser oder Hamameliswasser auf die Masse und knete sie sofort wieder durch, bis sie formbar ist und beim Zusammendrücken hält. Hier ist der Punkt, an dem viele Fehler passieren – zu viel Flüssigkeit lässt die Bombe zerfallen.
  5. Presse die Masse fest in die Formen. Wenn du zweiteilige Badebombenformen verwendest, fülle beide Hälften randvoll und drücke sie fest zusammen. Lasse die Form für einen Moment geschlossen, bevor du sie vorsichtig öffnest.
  6. Lege die geformten Badebomben auf ein Backpapier oder ein Küchentuch und lasse sie mindestens 24-48 Stunden an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aushärten. Je trockener sie sind, desto besser sprudeln sie und desto länger halten sie.
  7. Bewahre die fertigen Badebomben luftdicht auf, um Feuchtigkeit zu vermeiden.

Experten-Tipp: Für Badepralinen reduzierst du den Anteil an Natron und Zitronensäure und erhöhst den Anteil an pflegenden Ölen und Buttern. Sie schmelzen im warmen Wasser langsam und geben ihre Pflegestoffe frei, ohne zu sprudeln. Füge für extra Pflege Kakaobutter oder Sheabutter hinzu.

3. Wohltuende Badesalze: Mineralien für Körper und Geist

Badesalze sind eine einfache und doch unglaublich effektive Möglichkeit, ein Bad in ein therapeutisches Erlebnis zu verwandeln. Verschiedene Salze bieten unterschiedliche Vorteile, von der Muskelentspannung bis zur Entgiftung der Haut.

Die Kraft der Salze

  • Epsom-Salz (Magnesiumsulfat): Mein absoluter Favorit für Muskelkater und Stressabbau. Magnesium wird über die Haut aufgenommen und kann helfen, Muskeln zu entspannen, Nerven zu beruhigen und sogar den Schlaf zu verbessern. Eine Studie aus 2004 zeigte die effektive Aufnahme von Magnesium über die Haut.
  • Totes Meer Salz: Reich an einer Vielzahl von Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Brom. Es ist bekannt für seine hautberuhigenden Eigenschaften, besonders bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis. Es hilft, die Haut zu remineralisieren und zu hydratisieren.
  • Himalaya-Salz: Enthält bis zu 84 verschiedene Spurenelemente und Mineralien. Es soll den Körper entgiften, den pH-Wert der Haut ausgleichen und die Durchblutung anregen.

Rezept für ein entspannendes Badesalz

Dies ist eine meiner go-to-Methoden, wenn ich mich nach einer schnellen, aber effektiven Entspannung sehne. Es ist so einfach und doch so wirkungsvoll.

  • 2 Tassen Epsom-Salz
  • 1/2 Tasse Totes Meer Salz oder Himalaya-Salz (optional, für zusätzliche Mineralien)
  • 10-15 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel, Kamille, Sandelholz für Entspannung; Rosmarin, Zitrone für Belebung)
  • 1-2 EL getrocknete Kräuter oder Blüten (z.B. Lavendelblüten, Rosenblätter, Kamillenblüten)
  • 1 EL Trägeröl (z.B. Mandelöl), um die ätherischen Öle zu fixieren und die Haut zu pflegen (optional)

Anleitung:

  1. Vermische in einer großen Schüssel die Salze.
  2. Gib die ätherischen Öle und das Trägeröl (falls verwendet) hinzu und vermische alles gut, sodass die Öle gleichmäßig verteilt sind.
  3. Rühre die getrockneten Kräuter oder Blüten unter.
  4. Fülle das Badesalz in ein luftdichtes Glasgefäß.
  5. Gib für ein Bad 1/2 bis 1 Tasse des Salzes in das einlaufende Badewasser und lasse es sich vollständig auflösen.

Experten-Tipp: Um das Aufräumen von Blütenresten zu erleichtern, kannst du das Badesalz auch in einen kleinen Stoffbeutel (z.B. Organzasäckchen) füllen und diesen ins Badewasser hängen. So können die Wirkstoffe ins Wasser gelangen, die Blüten bleiben aber im Beutel.

4. Samtweiche Milchbäder & beruhigende Haferflockenbäder: Antike Schönheitsgeheimnisse neu entdeckt

Schon Kleopatra soll für ihre legendären Milchbäder bekannt gewesen sein. Und das aus gutem Grund! Milch und Haferflocken sind natürliche Hautpflegemittel, die schon seit Jahrhunderten verwendet werden.

Milchbäder: Für seidig-zarte Haut

Milch enthält Milchsäure, ein natürliches Alpha-Hydroxysäure (AHA), das sanft abgestorbene Hautzellen entfernt und die Haut weicher macht. Die Fette und Proteine in der Milch wirken zudem feuchtigkeitsspendend und beruhigend. Aus meiner Erfahrung sind Milchbäder besonders wohltuend für trockene oder sonnenstrapazierte Haut.

  • 1-2 Liter Vollmilch (Kuh-, Ziegen- oder Pflanzenmilch wie Mandel- oder Kokosmilch)
  • 1/2 Tasse Honig (optional, wirkt antibakteriell und feuchtigkeitsspendend)
  • 10-15 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Rose, Geranie oder Lavendel)
  • Getrocknete Rosenblätter (optional, für eine luxuriöse Optik)

Anleitung:

  1. Erwärme die Milch leicht (nicht kochen!) und löse den Honig darin auf, falls verwendet.
  2. Gib die ätherischen Öle hinzu und verrühre alles gut.
  3. Fülle die Badewanne mit warmem Wasser und gieße die Milchmischung hinzu.
  4. Streue die Rosenblätter ins Wasser.

Typischer Fehler: Zu viel Milch verwenden. Ein oder zwei Liter reichen völlig aus, um die Vorteile zu nutzen, ohne die Badewanne in ein Milchmeer zu verwandeln.

Haferflockenbäder: Der Retter für empfindliche Haut

Kolloidale Haferflocken sind bekannt für ihre entzündungshemmenden, juckreizlindernden und beruhigenden Eigenschaften. Sie bilden einen schützenden Film auf der Haut, der Feuchtigkeit einschließt und Irritationen lindert. Besonders bei Ekzemen, Sonnenbrand oder sehr trockener Haut sind Haferflockenbäder eine Wohltat.

  • 1 Tasse feine Haferflocken (keine Instant-Haferflocken!)
  • Optional: 1/2 Tasse Natron (beruhigt zusätzlich die Haut)
  • Optional: 5-10 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Kamille oder Lavendel, in einem TL Trägeröl gelöst)
  • Mullbeutel, Stoffbeutel oder alter Nylonstrumpf

Anleitung:

  1. Mahle die Haferflocken in einem Mixer oder einer Kaffeemühle zu einem sehr feinen Pulver (kolloidale Haferflocken). Je feiner, desto besser verteilen sie sich im Wasser und desto wirksamer sind sie.
  2. Gib die gemahlenen Haferflocken (und optional Natron) in den Mullbeutel oder Strumpf. Binde ihn fest zu.
  3. Hänge den Beutel unter den einlaufenden Wasserhahn, sodass das Wasser durch die Haferflocken läuft. Alternativ kannst du den Beutel auch direkt ins Badewasser legen und immer wieder ausdrücken. Das Wasser wird milchig und leicht trüb.
  4. Falls du ätherische Öle verwenden möchtest, gib diese in das fertige Badewasser, nachdem der Beutel entfernt wurde.

Experten-Tipp: Nach einem Haferflockenbad die Haut nur sanft abtupfen und nicht rubbeln, um den schützenden Film auf der Haut zu erhalten.

5. Natürliche Kräuterbäder & Tee-Aufgüsse: Die Kraft der Botanik nutzen

Die Natur bietet eine Fülle an Kräutern, die therapeutische Wirkungen haben und sich hervorragend für entspannende Bäder eignen. Ob beruhigend, belebend oder muskelentspannend – für jedes Bedürfnis gibt es das passende Kraut. Ich liebe es, im Sommer frische Kräuter aus dem Garten zu verwenden.

Beliebte Kräuter und ihre Wirkung

  • Kamille: Beruhigend, entzündungshemmend, gut bei Hautirritationen und innerer Unruhe.
  • Lavendel: Entspannend, schlaffördernd, angstlösend.
  • Pfefferminze: Erfrischend, krampflösend, gut bei Muskelverspannungen und Kopfschmerzen (Vorsicht, kann an Schleimhäuten prickeln).
  • Rosmarin: Belebend, durchblutungsfördernd, gut bei Muskelkater und Kreislaufschwäche (nicht vor dem Schlafengehen verwenden).
  • Melisse: Beruhigend, stimmungsaufhellend, hilft bei Nervosität und Schlafstörungen.

Rezept für ein entspannendes Kräuterbad

  • Eine Handvoll getrocknete oder frische Kräuter deiner Wahl (z.B. Lavendel, Kamille, Melisse)
  • Optional: 1-2 EL Badesalz (z.B. Epsom-Salz)
  • Großer Topf
  • Stoffbeutel oder Teefilter für lose Kräuter

Anleitung:

  1. Gib die Kräuter in einen großen Topf und übergieße sie mit etwa 1-2 Litern kochendem Wasser.
  2. Lasse den Aufguss zugedeckt für mindestens 15-20 Minuten ziehen, damit sich die Wirkstoffe entfalten können. Je länger, desto intensiver.
  3. Seihe den Kräuteraufguss ab oder gib die Kräuter direkt in einen Stoffbeutel, um das Aufräumen zu erleichtern.
  4. Fülle die Badewanne mit warmem Wasser und gieße den konzentrierten Kräuteraufguss hinzu.
  5. Optional: Füge noch etwas Badesalz hinzu.

Experten-Tipp: Die Temperatur des Aufgusses ist entscheidend. Zu heißes Wasser kann flüchtige ätherische Öle zerstören. Lasse es kurz abkühlen, bevor du es in die Wanne gibst.

6. Ästhetische Blumenbäder: Eine Augenweide für die Seele

Blumenbäder sind nicht nur eine Wohltat für die Haut, sondern auch ein Fest für die Augen und die Seele. Sie verwandeln dein Badezimmer in ein luxuriöses Spa und fördern ein Gefühl von Ruhe und Schönheit. Die Aromen der Blüten können zusätzlich therapeutisch wirken.

Geeignete Blüten und ihre Bedeutung

  • Rosenblätter: Symbolisieren Liebe und Schönheit, wirken stimmungsaufhellend, pflegen die Haut und spenden Feuchtigkeit.
  • Lavendelblüten: Beruhigend, entspannend, schlaffördernd.
  • Kamillenblüten: Entzündungshemmend, hautberuhigend, entspannend.
  • Ringelblumenblüten (Calendula): Beruhigend, wundheilend, ideal für empfindliche oder gereizte Haut.

Rezept für ein luxuriöses Rosen-Lavendel-Blumenbad

Manchmal, wenn ich wirklich abschalten möchte, mache ich mir ein Rosenbad. Der Anblick der schwimmenden Blütenblätter ist unglaublich beruhigend und fühlt sich unglaublich luxuriös an.

  • Eine Handvoll frische oder getrocknete Rosenblätter (achte auf pestizidfreie Blüten!)
  • Eine Handvoll getrocknete Lavendelblüten
  • Optional: 1/2 Tasse Epsom-Salz für zusätzliche Entspannung
  • Optional: 5-10 Tropfen ätherisches Rosenöl oder Lavendelöl (in 1 EL Trägeröl gelöst)

Anleitung:

  1. Fülle die Badewanne mit warmem Wasser.
  2. Streue die Rosen- und Lavendelblüten direkt ins Wasser.
  3. Gib optional das Epsom-Salz und die vorbereiteten ätherischen Öle hinzu.
  4. Lasse die Blüten ein paar Minuten ziehen, bevor du eintauchst.

Experten-Tipp: Verwende am besten Blüten aus biologischem Anbau oder aus deinem eigenen Garten, um sicherzustellen, dass sie frei von Pestiziden sind. Nach dem Bad kannst du die Blüten mit einem Sieb aus dem Wasser entfernen, bevor du den Stöpsel ziehst, um Verstopfungen zu vermeiden.

Die perfekte Bade-Atmosphäre schaffen: Ein holistisches Erlebnis

Ein DIY-Badezusatz ist nur der Anfang. Die wahre Entspannung stellt sich ein, wenn alle Sinne verwöhnt werden. Die Atmosphäre spielt eine entscheidende Rolle, um aus einem einfachen Bad ein ganzheitliches Wellness-Ritual zu machen.

  • Beleuchtung: Dimme das Licht oder schalte es ganz aus. Kerzen schaffen eine warme, beruhigende Atmosphäre. Achte auf Sicherheit und platziere sie fernab von brennbaren Materialien.
  • Musik oder Stille: Wähle sanfte, entspannende Musik, Naturgeräusche oder genieße die absolute Stille, um deine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Eine Studie der Stanford University aus 2017 zeigte, dass meditative Musik Stresshormone senken kann.
  • Aromen: Neben den Badezusätzen kannst du eine Duftlampe oder einen Diffusor mit passenden ätherischen Ölen verwenden, um den Raum mit einem angenehmen Duft zu erfüllen.
  • Lesestoff: Ein gutes Buch oder eine Zeitschrift können helfen, den Geist zu beschäftigen, wenn du nicht meditieren möchtest.
  • Getränke: Eine Tasse Kräutertee, ein Glas Wasser mit Zitrone oder sogar ein Glas Wein können das Erlebnis abrunden. Achte darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen, da das warme Wasser dehydrieren kann.
  • Handtücher & Bademantel: Lege dir flauschige, vorgewärmte Handtücher und einen weichen Bademantel bereit, um dich nach dem Bad in puren Komfort zu hüllen.

Experten-Tipp: Schalte dein Smartphone in den Flugmodus oder lege es in einen anderen Raum. Dies ist deine Zeit – ungestört und offline.

Wichtige Sicherheitshinweise & häufige Fehler vermeiden

So wohltuend DIY-Bäder auch sind, Sicherheit geht vor. Als Fachautor und SEO-Experte ist es mir wichtig, nicht nur Inspiration, sondern auch fundiertes Wissen zu vermitteln, um Risiken zu minimieren.

  • Allergietest: Bevor du ein neues ätherisches Öl oder einen neuen Badezusatz großflächig anwendest, führe immer einen Patch-Test an einer kleinen Hautstelle durch (z.B. in der Armbeuge). Warte 24 Stunden, um allergische Reaktionen auszuschließen.
  • Dosierung ätherischer Öle: Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Halte dich IMMER an die empfohlenen Dosierungen. Eine Überdosierung kann zu Hautreizungen, Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Weniger ist hier oft mehr.
  • Emulgatoren verwenden: Ätherische Öle lösen sich nicht in Wasser, sondern schwimmen als Film auf der Oberfläche. Ohne Emulgator (z.B. Solubol, flüssige Sahne, Honig) können sie unverdünnt mit der Haut in Kontakt kommen und Reizungen verursachen.
  • Wassertemperatur: Die ideale Badetemperatur liegt zwischen 36°C und 38°C. Zu heißes Wasser kann Kreislaufprobleme verursachen, die Haut austrocknen und die Wirkung mancher Inhaltsstoffe mindern. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bitte vorher einen Arzt konsultieren.
  • Schwangerschaft & Kinder: Einige ätherische Öle sind in der Schwangerschaft oder für kleine Kinder kontraindiziert (z.B. Rosmarin, Pfefferminze, bestimmte Zitrusöle). Konsultiere im Zweifelsfall immer einen Arzt oder erfahrenen Aromatherapeuten.
  • Rutschgefahr: Ölige Badezusätze können die Badewanne sehr rutschig machen. Sei beim Ein- und Aussteigen besonders vorsichtig. Eine rutschfeste Matte ist empfehlenswert.
  • Reinigung: Nach einem Öl- oder Blumenbad die Badewanne gründlich reinigen, um Rückstände zu entfernen und Verstopfungen vorzubeugen.
  • Haltbarkeit: Selbstgemachte Produkte enthalten keine Konservierungsstoffe. Verwende sie daher zeitnah und lagere sie kühl und dunkel.

Aus meiner Erfahrung: Ich habe einmal zu viele Tropfen Zitronenöl in mein Bad gegeben und danach ein leicht